Auf Bundesebene kommt Bewegung in die Vorhaben zur B9-Ortsumgehung und der B420-Ortsumgehung, wie der SPD-Bundestagsabgeordnete Marcus Held jetzt auf Anfrage vom zuständigen, Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Nobert Barthle MdB (CDU) erfuhr.

So fragte Held den konkreten Planungsstand zu den Ortsumgehungsmaßnahmen B9 und B420 an, die im Bundesverkehrswegeplan 2030 im vordringlichen Bedarf eingestuft wurden. „Für die im Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) im vordringlichen Bedarf eingestufte Maßnahme B9, Ortsumgehung Nierstein, wird derzeit von der zuständigen Straßenbauverwaltung Rheinland-Pfalz der Vorentwurf erstellt. Für die BVWP 2030 im weiteren Bedarf mit Planungsrecht eingestufte Maßnahme B420, Ortsumgehung Nierstein (mit dem Hinweis: erst Realisierung B9 notwendig) liegt der Straßenbauverwaltung Rheinland-Pfalz eine Machbarkeitsstudie vor“, beantwortet Barthle Helds Anfrage.

Sowohl bei einem gemeinsamen Ortstermin mit Barthle, dem Niersteiner Stadtbürgermeister Thomas Günther und weiteren kommunalen Vertretern sowie Vertretern des Landesbetriebs Mobilität als auch bei der Bekanntgabe der Aufnahme der beiden Maßnahmen in den BVWP hatte Held von einem „Meilenstein für die Entwicklung der Stadt Nierstein, aber auch ganz wichtig für alle Kommunen südlich und westlich davon“ gesprochen. „Nach fast 50 Jahren Diskussion und teilweise heftiger Kontroversen kann man den Durchbruch aus dem letzten Jahr jetzt schon als historisch bezeichnen. Jetzt gilt es die Planungen weiter voranzutreiben und auf Basis des Vorentwurfs für die B9-Umgehung und die Maßnahme B420 parteiübergreifend und für die Region am Ball zu bleiben“, wertet Held den aktuellen Sachstand als weiteren, erfolgreichen Schritt auf dem Weg zur Realisierung. Die B 9 Ortsumgehung Nierstein wurde im Bundesverkehrswegeplan 2030 als vordringlicher Bedarf eingestuft. Für den 2,1 km zweistreifigen Neubau werden insgesamt 64,2 Millionen Euro eingeplant. Die B 420 Ortsumgehung Nierstein wurde als weiterer Bedarf mit Planungsrecht eingestuft, für welche Investitionen in Höhe von 105,3 Millionen Euro bereitgestellt werden sollen. Auch hier soll es einen 2,2 km zweistreifigen Neubau geben.
„Thomas Günther und ich haben gezeigt, dass wir gemeinsam für die Region viel erreichen können, völlig unabhängig von parteipolitischer Zugehörigkeit. Nicht anders ist es zu erklären, dass diese Maßnahme, deren Kosten im deutlichen dreistelligen Millionenbereich liegen, im Bundesverkehrswegeplan an vielen anderen Projekten in Rheinland­-Pfalz vorbei gezogen ist“, erklärt Held abschließend.

Archiv-Foto: Marcus Held (3.v.l.) mit dem stellvertretenden Sprecher der AG Verkehr und digitale Infrastruktur der SPD-Bundestagsfraktion, Gustav Herzog (3.v.r.) und Stadtbürgermeister Thomas Günther (2.v.r.) sowie Vertretern der Stadt Nierstein und des Stadtrats bei einem gemeinsamen Ortstermin.