VG RHEIN-SELZ – Als eine „Erfolgsgeschichte“, bezeichnet der SPD-Bundestagsabgeordnete Marcus Held den Rückgang der Zahl in der VG gemeldeter Asylbewerber über das zurückliegende Jahr. Die offiziellen Zahlen der VG-Verwaltung sprächen eine deutliche Sprache, so der Parlamentarier, der die Entwicklung in der VG als bundespolitisch beispielhaft wertet. „Die Kommunen sind, dank erfolgreicher Integration und Rückführung gut durch die sogenannte `Flüchtlingskrise´ gekommen“, erklärt Held.
Waren mit Stand Juli 2016, bei einer Gesamteinwohnerzahl in der VG von 41 480 Menschen noch 445 Asylbewerber gemeldet, was einem Anteil an der Gesamteinwohnerzahl von 1,1 Prozent entspricht, so reduzierte sich diese Zahl im September 2017 auf 154 und einem Prozentanteil von 0,4. Dabei schafften gerade die beiden größten Kommunen, Oppenheim (2016: 81, 2017: 41) und Nierstein (2016: 49, 2017: 20), jeweils eine Reduzierung um fast mehr als die Hälfte der gemeldeten Asylbewerber. Zahlreiche Gemeinden, wie etwa Dexheim (2016: 4), Ludwigshöhe (2016: 24), Mommenheim (2016: 32) oder Uelversheim (2016: 6) schafften sogar, durch Integration dank erfolgter Anerkennung, Übernahme in ein Arbeitsverhältnis oder Rückführung eine Reduzierung der dort gemeldeten Asylbewerber auf 0. „Hier gilt, insbesondere mit Blick auf die VG Rhein-Selz, den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, ohne die diese Mammutleistung nicht möglich gewesen wäre“, spendet Held, der sich für ein effizienteres Einwanderungsgesetz, etwa nach kanadischem Vorbild, ausspricht, großes Lob. „Hätten wir heute bereits dieses Einwanderungsgesetz, könnten wir alle verfolgten Menschen nach dem Asylrecht bewerten, die aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland kommen, allerdings den Kriterien eines Einwanderungsgesetztes unterziehen und somit schnell eine Entscheidung über deren Bleibemöglichkeiten treffen. Das Ziel für die Zukunft muss lauten: Integration derer die sich integrieren wollen, Rückführung derer, die dazu nicht bereit sind“, so Held abschließend.