WAHLKREIS – In einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Herrn Richard Lutz, fordert der rheinhessische Bundestagsabgeordnete Marcus Held (SPD) die Prüfung der Installierung von Videoüberwachungsanlagen an den Bahnhöfen in Oppenheim und Nierstein. Hintergrund ist ein bereits im Jahr 2016 gestellter und abgelehnter Antrag der Stadt Oppenheim sowie ein Schreiben des Niersteiner Stadtbürgermeisters, Thomas Günther, die die -zum Teil- unhaltbaren Zustände an den Bahnhöfen zum Inhalt haben. „Vandalismus-Schäden, Sachbeschädigungen aber auch Körperverletzungsdelikte sind an den Bahnhöfen immer wieder zu beobachten. Es ist mir daher völlig unverständlich, dass die Bahn bisher nicht reagiert hat“, bemängelt der SPD-Bundestagsabgeordnete das bisherige Nichttätigwerden der Deutschen Bahn. Diese verweist in ihren Erklärungen darauf, dass für kleinere Städte keine Videoüberwachung vorgesehen sei. Held ist aber davon überzeugt, dass nur mit Hilfe einer derartigen Überwachungsanlage (natürlich im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften) zukünftig Straftatbestände beweissicher dokumentiert und Verursacher haftbar gemacht werden können. Zudem fördere eine solche Anlage das Sicherheitsgefühl vieler Fahrgäste, zumal die Bahnhöfe stark frequentiert seien. „Bestes Beispiel ist der Bahnhof im benachbarten Bodenheim. Seitdem dort Kameras installiert wurden, gibt es keine nennenswerten Vorkommnisse mehr“, bemerkt Held. Auch Kostengesichtspunkte können kein Hindernis darstellen. So ist der SPD-Abgeordnete sicher, dass sich die Investitionen der Installierung von Überwachungskameras langfristig für die Bahn aufgrund der zu erwartenden geringeren Schäden lohnen werden.