WAHLKREIS – Von einer „Rolle rückwärts im DSL-Breitbandausbau auf dem Lande“ spricht der SPD-Bundestagsabgeordnete Marcus Held jetzt in einem persönlichen Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Deutsche Telekom zahlreichen Kundinnen und Kunden im Wahlkreis ihren VDSL-Anschluss gekündigt hatte. Bereits vor Monaten, so macht Held in dem Schreiben deutlich, habe er sich an die Bundesnetzagentur gewandt.
Nachdem die Telekom im Wettbewerb in manchen Anschlussbereichen den Nahbereich an andere Netzbetreiber verloren hatte, war sie gezwungen, alle VDSL-Anschlüsse in diesen Bereichen zu kündigen. „Nun ist es so, dass Ihr Unternehmen den Kundinnen und Kunden die Option des Wechsels auf einen DSL 16.000 Anschluss angeboten hatte. Dies ist aber für Viele keine tragbare Lösung. Viele von zu Hause aus Arbeitenden und Selbstständigen sind auf eine schnelle Internetleitung angewiesen“, betont Held gegenüber Höttges. „Viele Menschen in meinem Wahlkreis, die bisher ausgezeichnete Erfahrungen mit dem schnellen Netz der Deutschen Telekom AG gemacht hatten, sind verärgert“, gibt Held die zahlreichen Rückmeldungen an ihn weiter. Weiterhin erklärt der Parlamentarier in dem Schreiben, das auch dem Vizepräsidenten der Bundesnetzagentur, Dr. Wilhelm Eschweiler, und dem Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Christian Schmidt, zuging, er könne die Verärgerung der Menschen gut nachvollziehen.
„Ich verstehe die zahlreichen Kündigungen ebenso nicht. Laut der Bundesnetzagentur können Regulierungsvorhaben nicht der Grund für die Kündigungen in den fraglichen Umfängen gewesen sein. Von daher würden mich die konkreten Gründe für diese unternehmerische Entscheidung interessieren“, bittet Held Höttges um Antwort und darum, dass die Deutsche Telekom ihre Entscheidung noch einmal überdenkt.